Neu produzieren wir selber in unserem eigenen Atelier

Unser Motto - Handmade in Switzerland

 Ein altes Material wird neu entdeckt. 

Die Verwendung von Kork als Flaschenverschluss, Baustoff, Schuheinlage oder Bodenbelag ist nicht neu. Nun wird er auch für Möbel und Modeaccessoires immer öfters genutzt.

 

In Satelliten und künftigen Raumfahrtmissionen wird Kork als Hitzeschild verbaut. Neben dem Einsatz im Hightech-Bereich ist der Werkstoff vor allem im Baugewerbe, in der Innenausstattung und zunehmend im Modebereich zu einem festen Bestandteil geworden. Was hat er, dass er so vielseitig genutzt wird? Die Evolution hat der Korkeiche eine einzigartige Rinde angedeihen lassen, die den Baum vor Dürren und Feuersbrünsten schützt. Kork ist von Natur aus feuerfest, wasserabweisend, sehr leicht und elastisch. Er ist gegen Schimmelpilze, Mikroben und schnellen Zerfall resistent. Der verarbeitete Kork hält sogar der Reibungshitze stand, die beim Austritt aus der Erdatmosphäre auf Raumflugkörper einwirkt. Ein weiterer Vorteil: Er ist zu 100 Prozent ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff, also nachhaltig. Ausserdem wird Kork vollständig verwertet, jedes seiner Granulatteilchen genutzt, und er tut der Umwelt gut: Die Mittelmeer-Korkeichenwälder mit ihrer Fläche von rund 2,2 Millionen Hektar binden etwa 14 Millionen Tonnen CO2 im Jahr. Damit neutralisieren sie den jährlichen CO2-Ausstoss von rund 3,3 Millionen Autos. Für die Ernte sind die Bäume das erste Mal erst mit 25 Jahren reif. Sorgfältig in Handarbeit – sonst könnte der Baum verletzt werden – wird in den Sommermonaten die Rinde abgeschält. In 150 Jahren kann ein Baum bis zu 200 Kilogramm Kork geben. Dabei darf die Rinde eines Baumes jedoch nur etwa alle neun Jahre geerntet werden. Korkeichenwälder bieten Lebensraum für unzählige Tierarten und dienen als ein notwendiges Oekosystem für Umwelt und Ihre Bewohner.

Kork, Pilz, Ananas: Daraus besteht veganes Leder

Lederimitate aus Kunststoff kommen für viele nicht in Frage. Müssen sie auch nicht – denn mittlerweile gibt es veganes Leder, das auf natürlichen Fasern basiert. In Optik und Widerstandsfähigkeit stehen die verschiedenen Materialien echtem Leder in nichts nach.

Nicht nur aus Veganer-Sicht ist es ratsam auf Leder – zumindest chemisch gegerbtes – zu verzichten. Die Ledergerbung und -verarbeitung ist aufwändig und es werden gefährliche Chemikalien dafür eingesetzt. Das Leder wird oft in Billiglohnländern bearbeitet, deren geringe Umweltschutz-Standards dazu führen, dass die giftigen Stoffe Arbeiter krank machen und die Natur verschmutzen.

Auch veganes Leder aus Kunststoff stellt keine gute Alternative dar: Oft ist die Herstellung dieser Produkte genauso fragwürdig, weil sie irgendwo am anderen Ende der Welt unter hohem Energieaufwand und dem Einsatz giftiger Stoffe produziert werden. Und: Kunststoff basiert in der Regel auf Erdöl.

Was also tun, um nicht auf ein so trendiges, langlebiges Material verzichten zu müssen? Designer und Entwickler waren fleißig in den vergangenen Jahren und haben unterschiedliche Wege gefunden, Leder durch natürliche Materialien zu ersetzen, die weder Mensch, noch Natur oder Tiere leiden lassen.


Euer Korkundmehr - Team


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